3D-Rundgänge wirken verkaufsfördernd, weil sie Immobilien, Hotels, Museen und geplante Räume anschaulich präsentieren. Doch der Einstieg wirkt oft unnötig schwer: Spezialkameras binden die Produktion an bestimmte Hardware, laufende Cloud-Abos an einen externen Anbieter. Panomity geht als Matterport Alternative einen anderen Weg: Die Plattform erzeugt Matterport-artige 3D-Erlebnisse aus einfachen 360°-Fotos und verarbeitet die dafür nötigen KI-Aufgaben auf eigener Infrastruktur in Deutschland.
Damit wird aus einer virtuellen Tour mehr als eine Folge verbundener Panoramen. Tiefenkarten mit Angaben zur räumlichen Tiefe, dichte 3D-Gaussian-Splats als farbige räumliche Darstellungen und eine Dollhouse-Ansicht als Puppenhaus-Übersicht geben Besuchern räumliche Orientierung. Du brauchst dafür keine Spezialkamera und kein Cloud-Abo. Gleichzeitig bleiben die Verarbeitungswege unter eigener Kontrolle.
Für Immobilienmakler rückt dabei die räumliche Präsentation eines Objekts in den Vordergrund. Architekten können Szenen im Zusammenhang des Grundrisses zeigen. Hotels und Museen erhalten eine Plattform für virtuelle Rundgänge, während Agenturen unterschiedliche 3D-Verfahren in ihre Produktion einordnen können. Die gemeinsame Basis sind 360°-Szenen, Web-Viewer und die selbstgehosteten Dienste.
Was macht Panomity zur Matterport Alternative?
Panomity ist eine Matterport Alternative, die 3D-Puppenhaus-Navigation und begehbare Splats aus einfachen 360°-Fotos verbindet. Die KI-Pipeline läuft zu 100 Prozent selbstgehostet in Deutschland. So entstehen räumliche Web-Erlebnisse ohne Zwang zu einer Spezialkamera und ohne Cloud-Abo, während die Datenhoheit bei der eigenen Infrastruktur bleibt.
Die technische Basis ist CMS4VR auf vr.panomity.com, eine krpano-basierte Plattform für 360°-Touren. Sie ergänzt die vertraute Navigation zwischen Panoramen um mehrere 3D-Verfahren. Welche Methode passt, hängt vom Ausgangsmaterial und vom gewünschten Ergebnis ab: Ein einzelnes 360°-Panorama kann zum dichten Splat werden, ein Grundriss liefert die Basis für die Dollhouse-Navigation, und für komplette Rekonstruktionen steht eine umfangreichere Pipeline bereit.
Was ist Gaussian Splatting?
Gaussian Splatting ist eine 3D-Darstellung, bei der viele farbige Elemente gemeinsam eine räumliche Szene bilden. Statt nur einen festen Kamerastandpunkt im Panorama zu zeigen, erzeugt ein dichter Gaussian Splat eine dreidimensionale Ansicht. Dadurch kann der Web-Viewer einen Raum mit räumlicher Tiefe darstellen.
Für die Panomity-Pipeline ist diese Form besonders praktisch, weil Farbe und berechnete Tiefe eines Panoramas zusammengeführt werden. Das Ergebnis wird im antimatter15-.splat-Format ausgegeben und kann direkt im Web-Viewer verwendet werden. Die 3D-Daten sind damit Teil der selbstgehosteten Tour-Infrastruktur.
Wie wird aus einer Tiefenkarte ein begehbarer Raum?
DepthAnything V2 berechnet auf dem eigenen Depth-Server für jedes Panorama eine Tiefenkarte. Diese weist den Bildbereichen räumliche Tiefe zu. Anschließend verbindet eine Kugelprojektion, die Bildpunkte räumlich auf einer Kugel anordnet, das equirektangulare 360°-Panorama, also die flache Abbildung der Rundumsicht, mit der Depthmap und erzeugt einen dichten, farbigen 3D-Gaussian-Splat für den Web-Viewer.
Panomitys eigener Depth-Server, intern „plano“ genannt, nutzt DepthAnything V2 und speichert die berechnete Tiefenkarte als dmap.png. Für die Umrechnung führt die Kugelprojektion die Farbinformationen des Panoramas mit den Werten der Depthmap zusammen.
Besondere Aufmerksamkeit brauchen Tiefensprünge. An einer Türöffnung können Vordergrund und dahinterliegender Raum direkt aneinandergrenzen. Die Pipeline behandelt solche Kanten gezielt. Zusätzlich kappt sie Ferntiefen, etwa bei Fenstern oder Himmel. So fließen die berechneten Tiefenwerte kontrolliert in den Splat ein. Ausgangspunkt bleiben unkomplizierte 360-Grad-Bilder.
Wie entsteht 3D in unter einer Sekunde?
Apple SHARP erzeugt aus einem einzelnen Foto 3D-Gaussian-Splats in weniger als einer Sekunde. Panomity hat das Verfahren in die eigene GPU-Verarbeitung integriert. Der Auftrag läuft als gpuq-sharp-exec auf der selbstgehosteten Hardware. Für diesen Verarbeitungsschritt ist daher keine externe Cloud-KI nötig, und die Verarbeitung bleibt in der eigenen Infrastruktur.
Die Zeitangabe stammt aus dem Paper „Sharp Monocular View Synthesis in Less Than a Second“ (arXiv 2512.10685). Wichtig ist die Abgrenzung: SHARP verarbeitet ein einzelnes Foto. Die zuvor beschriebene Panomity-Pipeline nutzt dagegen ein equirektangulares 360°-Panorama plus Depthmap. Beide Wege liefern Gaussian Splats und laufen auf der eigenen GPU-Infrastruktur.
Wie hilft die Dollhouse-Ansicht bei der Orientierung?
Die Dollhouse-Ansicht zeigt die Tour als räumliches Puppenhaus. Panomity baut diese Navigation aus dem Grundriss und den Positionen der einzelnen Szenen auf. Besucher erkennen dadurch die Anordnung der Räume und können zwischen den verorteten Szenen navigieren. Mehrsprachige Raumnamen kennzeichnen die Bereiche für unterschiedliche Sprachfassungen der Tour.
Das ist für Immobilienmakler und Architekten ebenso relevant wie für Hotels, Museen oder Agenturen: Eine einzelne Szene zeigt einen Standort, das Puppenhaus stellt ihn in den Zusammenhang des gesamten Grundrisses. So ergänzt die 3D-Orientierung die Detailansicht eines Panoramas. Panomity beschreibt außerdem das benachbarte Format der 360-Grad-Videos; die hier erläuterte Splat-Erzeugung basiert jedoch auf Fotos.
Wann ist die volle Rekonstruktion mit COLMAP und Nerfstudio sinnvoll?
Für komplette Wohnungsrekonstruktionen bietet Panomity eine volle 3DGS-Pipeline, also einen durchgängigen Ablauf zur räumlichen Rekonstruktion. Darin kombiniert Panomity die Software-Komponenten COLMAP und Nerfstudio mit der gsplat-Technik. Diese Rekonstruktion läuft auf eigener Hardware und ergänzt die weiteren 3D-Workflows der selbstgehosteten Plattform.
Die Verfahren ersetzen sich nicht pauschal. Die Panorama-Pipeline leitet Tiefe aus einem einzigen 360°-Foto ab. Die Dollhouse-Ansicht ordnet Szenen anhand von Grundriss und Positionen. COLMAP plus Nerfstudio übernimmt die vollständige 3DGS-Rekonstruktion. Diese klare Trennung hilft bei der Wahl des passenden Produktionswegs.
Wie bleiben Verarbeitung und Daten auf eigener Hardware?
Der KI-Stack ist zu 100 Prozent selbstgehostet in Deutschland. Panomity sendet die Daten nicht an US-Cloud-KI-Dienste. Das schafft volle Datenhoheit und eine DSGVO-freundliche Grundlage. Depth-Berechnung, SHARP und die vollständige Rekonstruktion bleiben ebenso auf der eigenen Infrastruktur wie die weiteren KI-Funktionen der virtuellen Tour.
GPUQ ist die eigene Job-Queue für die KI-Verarbeitung. Sie teilt eine GPU fair zwischen Chat, Vision, Spracheingabe, Depth und SHARP. Status-Heartbeats, Warteschlangenposition und voraussichtliche Wartezeit werden an die Frontends gemeldet. So koordiniert Panomity mehrere Dienste auf einem GPU-Server und macht ihren Bearbeitungsstatus sichtbar.
Zum Stack gehören außerdem ein selbstgehosteter KI-Concierge, automatische Szenenbeschreibungen und POIs sowie Spracheingabe über einen eigenen faster-whisper-Dienst. Der Concierge kann Fragen zum Objekt beantworten, Szenen wechseln, eine geführte Tour starten und Kontaktdaten als Lead erfassen. Damit verbindet die Plattform räumliche Präsentation mit direkter Interaktion.
Klassische 360°-Tour oder 3D-Splat-Tour?
Eine klassische 360°-Tour verbindet Panoramen zu einem Rundgang. Die 3D-Splat-Tour kombiniert ein 360°-Panorama mit einer berechneten Depthmap und stellt das Ergebnis räumlich im Web-Viewer dar. Die Dollhouse-Ansicht ergänzt die Tour um Orientierung aus Grundriss und Szenen-Positionen. Mehrsprachige Raumnamen ergänzen diese Übersicht.
| Merkmal | Klassische 360°-Tour | 3D-Splat-Tour mit Panomity |
|---|---|---|
| Ausgangsmaterial | 360°-Panoramen | 360°-Panorama plus berechnete Depthmap |
| Darstellung | Navigation zwischen Panoramen | Dichter, farbiger 3D-Gaussian-Splat im Web-Viewer |
| Räumliche Übersicht | Einzelne verbundene Szenen | Dollhouse aus Grundriss und Szenen-Positionen |
| Ausgabe | krpano-basierte CMS4VR-Tour | antimatter15-.splat-Format im Web-Viewer |
| Verarbeitung | krpano-basierte CMS4VR-Plattform | Selbstgehostete Depth-, GPUQ- und 3D-Pipeline |
Beide Darstellungen gehören zur gleichen Plattform. Die klassische Tour verbindet Szenen zu einem Rundgang. Splat und Dollhouse fügen räumliche Tiefe beziehungsweise Übersicht hinzu. Panomity kann diese Bausteine deshalb passend zum Material und zum gewünschten Besuchserlebnis zusammenführen.
Häufige Fragen zur Matterport Alternative
Brauche ich für Panomity eine Spezialkamera?
Nein. Panomity erzeugt begehbare Gaussian Splats aus einfachen 360°-Fotos und bietet eine Dollhouse-Navigation aus Grundriss und Szenen-Positionen. Damit besteht kein Spezialkamera-Zwang. Für die Splat-Pipeline werden ein equirektangulares Panorama und die daraus auf dem eigenen Server berechnete Tiefenkarte verwendet. Alle genannten 3D-Schritte bleiben dabei in der eigenen Infrastruktur.
Was ist eine Depthmap?
Eine Depthmap ist eine Tiefenkarte, die den Bildbereichen eines Panoramas räumliche Tiefenwerte zuweist. Panomitys eigener Depth-Server erzeugt sie mit DepthAnything V2. Anschließend werden Panorama und Depthmap per Kugelprojektion in einen dichten, farbigen 3D-Gaussian-Splat für den Web-Viewer umgerechnet. Das Ergebnis steht direkt für den Web-Viewer bereit.
Was unterscheidet Dollhouse und Gaussian Splat?
Die Dollhouse-Ansicht dient der Übersicht: Sie ordnet Szenen anhand von Grundriss und Szenen-Positionen als Puppenhaus an. Ein Gaussian Splat stellt dagegen eine Szene als dichte, farbige 3D-Darstellung dar. Panomity kombiniert beide Ansätze innerhalb seiner Plattform. Sie erfüllen damit unterschiedliche Aufgaben für Darstellung und Orientierung.
Laufen die 3D-Funktionen in einer externen KI-Cloud?
Nein. Der Panomity-KI-Stack läuft zu 100 Prozent selbstgehostet in Deutschland und übermittelt keine Daten an US-Cloud-KI-Dienste. DepthAnything V2, SHARP und die COLMAP-Nerfstudio-Pipeline arbeiten auf eigener Infrastruktur. Das sorgt für volle Datenhoheit und ist DSGVO-freundlich. Eine externe KI-Cloud ist für diese Verarbeitung nicht erforderlich.
Kann Panomity auch komplette Wohnungen rekonstruieren?
Ja. Für komplette Wohnungsrekonstruktionen steht eine volle 3DGS-Pipeline mit COLMAP und Nerfstudio beziehungsweise gsplat bereit. Sie läuft auf eigener Hardware. Dieser Weg ergänzt den Splat aus einem einzelnen 360°-Panorama und die Dollhouse-Navigation aus Grundriss und Szenen-Positionen. Er ist ein eigener Workflow neben SHARP und Dollhouse.
Fazit: räumliche Touren ohne Cloud-Abo
Panomity verbindet einfache 360°-Fotos mit selbstgehosteter 3D-Verarbeitung. DepthAnything V2 liefert die Tiefenkarte, die Kugelprojektion den dichten Splat, und die Dollhouse-Ansicht schafft Orientierung über den Grundriss. SHARP ergänzt die Plattform um schnelle 3D-Splats aus einem einzelnen Foto; COLMAP und Nerfstudio ermöglichen vollständige Rekonstruktionen.
So erhältst du eine Matterport-artige Präsentation ohne Spezialkamera-Zwang, ohne Cloud-Abo und mit voller Datenhoheit in Deutschland. Möchtest du zeigen, wie dein Objekt als interaktive 360°- und 3D-Tour wirken kann? Buche jetzt deine virtuelle Tour mit Panomity.


0 Kommentare