Offenlegung vorweg: Quizgeist entsteht bei Panomity. Der Geschäftsführer unterrichtet zugleich an der Schule, an der das Plugin gebaut und eingesetzt wird. Diese Doppelrolle ist Teil des Arguments und zugleich ein Eigeninteresse — beides steht weiter unten ausführlich.
Es ist die fünfte Stunde, die Klasse ist müde, und die Lehrkraft holt das Live-Quiz aus der Tasche. Code an die Wand, Handys raus, drei Minuten später ist der Raum wach. Das funktioniert so zuverlässig, dass es an vielen Schulen zum Standardrepertoire gehört.
Der Preis dafür steht selten auf derselben Seite wie der Nutzen. Er besteht aus drei Posten, und keiner davon taucht in der Unterrichtsplanung auf: Wohin die Daten fließen, was die Lizenzen im Jahr kosten, und was am Tag nach der Kündigung mit den selbst gebauten Fragensätzen passiert.
Drei Posten, die niemand auf die Rechnung schreibt
Erstens die Daten. Sobald eine Klasse in einem externen Dienst spielt, verarbeitet dieser Dienst personenbezogene Daten von Minderjährigen: Spitznamen, Antwortverhalten, Zeitstempel, Geräte- und Verbindungsdaten. Aus Sicht der Schule wirft das die üblichen Fragen nach Auftragsverarbeitung, Vertragsgrundlage und Verarbeitungsverzeichnis auf — beantworten kann sie Ihre Datenschutzbeauftragte, nicht wir. Das ist keine Kritik an einem bestimmten Anbieter, sondern schlicht die Arbeit, die anfällt, wenn Unterrichtsdaten das Haus verlassen. Wer darüber je ein Gespräch geführt hat, kennt dessen Länge.
Zweitens die Lizenzen. Cloud-Werkzeuge für den Unterricht werden häufig pro Lehrkraft und Jahr abgerechnet. Für eine einzelne Kollegin ist das überschaubar, für ein Kollegium ist es eine Multiplikation. Wir nennen bewusst keine fremden Preise und behaupten nichts über fremde Preismodelle — rechnen Sie es stattdessen für Ihr Haus anhand Ihrer eigenen Rechnungen durch: Zahl der bezahlten Zugänge mal Jahrespreis mal die Jahre, die Sie es schon einsetzen. Die Summe ist meistens größer als erwartet.
Drittens das Ende. Der unangenehmste Posten, und der am seltensten geprüfte. Fragensätze sind Unterrichtsvorbereitung — jemand hat Stunden hineingesteckt, sie über Jahre verfeinert, Bilder eingebaut. Prüfen Sie deshalb vor der nächsten Verlängerung zwei Dinge in Ihren eigenen Vertragsunterlagen, statt sich auf Erzählungen über Anbieter zu verlassen: In welchem Format bekommen Sie Ihr Material heraus, und was davon bleibt nutzbar, wenn Sie nicht verlängern? Die Antwort steht bei jedem Anbieter woanders — sie gehört auf denselben Zettel wie der Preis. Unsere eigene Antwort darauf finden Sie weiter unten unter „Was passiert, wenn Sie nicht verlängern“.
Quizgeist: das Live-Quiz wandert ins eigene Moodle
Quizgeist (mod_quizgeist) ist eine Aktivität für Moodle. Sie legen sie an wie eine Aufgabe oder ein Forum. Danach gibt es einen sechsstelligen Beitrittscode und einen QR-Code an der Wand, die Klasse tritt mit dem eigenen Gerät bei, Antwortbalken wachsen, am Ende steht ein Podium. Wer mitten in der Frage aus dem WLAN fliegt, kommt zurück und ist wieder im Spiel — Reconnect gehört zum Kern, weil Schul-WLAN nun einmal Schul-WLAN ist.
Der entscheidende Unterschied ist nicht die Spielmechanik, sondern der Ort. Fragen, Antworten und Auswertung liegen in Ihrer Moodle-Datenbank. Es entsteht kein Konto bei einem Dritten und keine Klassenliste in einer fremden Cloud. Was das rechtlich bedeutet, entscheidet Ihr Datenschutzbeauftragter — wir behaupten keine Zertifizierung und geben keine Rechtsberatung. Wir sagen nur den Satz, der überprüfbar ist: Bei Basis und Schulpaket verlassen die Daten Ihre Instanz nicht. Für das KI-Paket gilt das ausdrücklich nicht; warum, steht im Preisabschnitt.
Und weil es eine reguläre Moodle-Aktivität ist, verhält sie sich auch so. Das Plugin meldet gegenüber Moodle Backup und Wiederherstellung, Gruppen und Gruppierungen, eine Bewertung im Kursbewertungsbuch sowie Abschlussverfolgung an; ein Kurs-Backup nimmt die Aktivität also mit. Kein zweites Portal, kein zweiter Login für die Klasse.
Der Umzug: 40 Kahoots, 695 Fragen, 214 Mediendateien
Die ehrlichste Geschichte über dieses Plugin ist keine Funktionsliste, sondern ein Nachmittag Arbeit an unserer eigenen Schule. An der Montessori-Fachoberschule München lag über Jahre gewachsenes Quizmaterial in einem externen Dienst: Deutsch, Politik und Gesellschaft, Spanisch, quer durch die Fachbereiche. Vierzig Quizsets — der Bestand einer Schule, kein Demo-Ordner. Wir haben ihn importiert und nachgezählt:
- 40 Kahoots eingelesen
- 695 Fragen mit Antwortoptionen, richtigen Lösungen und Zeitvorgaben
- 214 Mediendateien — Bilder aus den Fragen, mitgezogen und in die Moodle-Dateiablage übernommen
- je Kahoot eine eigene Aktivität im Zielkurs, benannt wie das Original
Verlustfrei ist so ein Umzug nie, und das gehört an dieselbe Stelle wie die Zahlen. Der Importer protokolliert je Frage, was er anpassen musste: Zeitvorgaben werden an unser Raster angeglichen, Formatierungen im Fragetext fallen weg, Skalen- und Schiebereglerbereiche werden umgerechnet, und Videos, die auf fremden Servern liegen, können wir nicht mitnehmen. Fehlt einer Frage ein Bild, ohne das sie nicht funktioniert — eine Pin-Frage ohne Zielbild etwa —, wird sie übersprungen statt kaputt angelegt. All das steht danach im Importbericht und nicht erst in der Stunde. Technische Obergrenzen gibt es ebenfalls: höchstens 150 Fragen je Kahoot, 128 MB komprimiertes Archiv, einzelne Mediendateien bis 25 MB.
Der vierte Punkt in der Liste klingt nach einem Detail und ist der wichtigste. Ein Import, der 695 Fragen in einen großen Topf schüttet, produziert eine unbenutzbare Halde: Man findet nichts wieder und kann nichts einzeln spielen. Weil jedes Kahoot als eigene Aktivität landet, bleibt die Ordnung erhalten, die die Kolleginnen und Kollegen dort über Jahre hineingelegt haben. Die Lehrkraft öffnet ihren Kurs und sieht ihre Quizze — mit ihren Namen, an ihrem Platz, sofort startklar.
Der Kahoot-Import ist Teil der kostenlosen Basis und steht wie sie unter der GPL v3. Der teuerste Teil eines Werkzeugwechsels ist nie die Software, sondern das Material — ein Umzug, der Geld kostet, findet nicht statt, auch wenn alle ihn wollen. Sie brauchen den Export aus Ihrem bisherigen Dienst und einen Moodle-Kurs. Was Sie nicht brauchen: eine Lizenz, ein Angebot, ein Gespräch mit uns.
Von null auf Live-Quiz: die Schritte
- Voraussetzungen prüfen: Moodle 5.2 oder neuer, PHP mit den Erweiterungen DOM, Fileinfo und Zip, JavaScript in den Browsern der Teilnehmenden. Für große Kahoot-Archive müssen
upload_max_filesize,post_max_sizeund die Moodle-Dateigrenzen entsprechend gesetzt sein. - ZIP herunterladen von panomity.de/download/mod_quizgeist-aktuell.zip.
- Installieren über „Website-Administration → Plugins → Plugin installieren“, ZIP hochladen. Moodle führt durch die Datenbank-Aktualisierung wie bei jedem Plugin.
- Aktivität anlegen im gewünschten Kurs, Name vergeben, speichern.
- Fragen einfüllen: drei Fragen von Hand tippen oder gleich einen vorhandenen Kahoot-Export importieren.
- Starten: Beitrittscode und QR-Code erscheinen, Vollbild an den Beamer, die Klasse tritt bei.
Kein Konto, keine Registrierung, keine E-Mail-Adresse an uns, keine Testphase, die irgendwann ausläuft. Die Basis ist quelloffen unter der GPL v3 — Sie dürfen sie einsetzen, verändern und weitergeben; der vollständige Quellcode einschließlich der TypeScript-Quellen der Oberfläche liegt dem ZIP bei. Ein öffentliches Repository mit Issue-Tracker gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht; der Verlauf steht in der mitgelieferten CHANGELOG.md. Die Basis ist und bleibt frei nutzbar; bezahlt werden die Zusatzpakete samt Updates und Support.
Wie das Live-Spiel technisch läuft
Weil bei einem Live-Quiz früher oder später die Frage nach dem Transport kommt, hier die Antwort ohne Umweg: Sie haben die Wahl. In der Voreinstellung fragen die Geräte den Moodle-Server per HTTP ab — im aktiven Spiel etwa im Sekundentakt, in ruhigen Phasen gestreckt, bei Fehlern mit wachsendem Abstand. Das braucht nichts außer Moodle und läuft auch im gehosteten Schul-Moodle ohne Serverzugriff. Wer einen kleinen Hintergrunddienst betreiben kann, stellt in der Administration auf WebSocket um. Gemessen sank damit die Verzögerung zwischen „Lehrkraft schaltet weiter“ und „Schüler sieht es“ von 436 ms auf 76 ms.
Wichtig ist dabei, was dieser Dienst nicht tut: Er überträgt keine Spielinhalte. Er überträgt je Sitzung genau eine Zahl, den Zustandszähler. Der Browser erfährt dadurch sofort, dass es etwas Neues gibt, und holt es dann über den gewohnten, von Moodle abgesicherten Weg ab. Einschreibungen, Rechte, Gruppen und Sichtbarkeit werden also nicht ein zweites Mal außerhalb von Moodle nachgebaut — genau die Doppelung, an der solche Systeme später auseinanderlaufen. Zwei Folgen daraus: Fällt der Dienst aus, spielt niemand schlechter, die Runde läuft über den Abrufzyklus weiter (das ist Teil unserer Abnahme, nicht bloß eine Zusage). Und wird er übernommen, liegen dort nur undurchsichtige Kanalkennungen und Zahlen. Wertung und Zeitmessung liegen ohnehin auf dem Server, nicht im Browser der Spielenden.
Dreizehn Fragetypen — und warum das mehr ist als eine Liste
Quizgeist kennt aktuell dreizehn live spielbare Fragetypen. Sechs davon stecken in der kostenlosen Basis und decken den klassischen Quizbetrieb ab: Quiz (Multiple Choice mit Zeitdruck), Richtig/Falsch, Antwort eingeben, Umfrage, Wortwolke und die Inhaltsfolie für Erklärung oder Merksatz mitten im Spiel.
Die weiteren sieben Typen gehören zum Zusatzpaket Fragetypen Plus: Puzzle (Reihenfolge herstellen), Schieberegler und Skala (Schätzen und Positionieren statt Raten), Pin (auf ein Bild oder eine Karte tippen), Aufdecken (Bild schrittweise sichtbar machen), Brainstorming und die offene Frage mit Lehrersichtung.
Der didaktische Punkt ist nicht die Zahl, sondern die Bandbreite dessen, was abgefragt werden kann. Multiple Choice belohnt Wiedererkennen. Ein Schieberegler zwingt zur Schätzung und macht Fehlvorstellungen sichtbar. Eine Pin-Frage prüft Verortung — auf einer historischen Karte, in einem Diagramm, an einem Schaltplan. Eine offene Frage bringt echte Formulierungen zurück in den Raum statt angeklickter Buchstaben. Mehr dazu, wie aus einer didaktischen Absicht Code wird: Moodle Plugin entwickeln: Von der Didaktik zum Code.
Stressarm als Voreinstellung, nicht als Option
Live-Quiz hat einen bekannten Nebeneffekt: Die schnellen Kinder gewinnen, die langsamen sehen ihren Namen jede Runde weiter unten, und nach der dritten Frage haben zwei aufgegeben. Deshalb sind die Voreinstellungen anders gesetzt als üblich:
- Die Rangliste zeigt standardmäßig nur das eigene Team, nicht die gesamte Klasse. Die große Tabelle mit allen Namen lässt sich einschalten — aber sie ist eine bewusste Entscheidung der Lehrkraft und nicht der Auslieferungszustand.
- Die Punktvergabe ist umstellbar: Wenn Geschwindigkeit nichts zur Sache tut, muss sie auch keine Punkte bringen.
- Der Denk-Moment hält das Spiel kurz an, bevor die Uhr läuft — Zeit zum Lesen der Frage, bevor der Wettlauf beginnt.
Vollbild, Beamer und ein sehr spezifisches Ärgernis
Moderation und Spielansicht lassen sich in den Vollbildmodus schalten. Das klingt banal, bis man ein Quiz an einem Beamer moderiert hat, dessen Bild oben und unten abgeschnitten ist — und die Antwortbuttons genau im abgeschnittenen Bereich liegen. Wir haben das deshalb nicht nach Augenmaß geprüft, sondern nachgemessen: Im Vollbild bleibt das Bühnenbild bei einem Seitenverhältnis von 1,7778; der Sollwert für 16:9 ist 1,777…, die Abweichung liegt im Bereich der Pixelrundung. Was Sie im Vorbereitungsfenster sehen, sehen Sie also auch im Vollbild.
Zwei Einschränkungen gehören an dieselbe Stelle. Erstens: Overscan am Beamer selbst kann kein Stylesheet reparieren — wenn das Ausgabegerät den Rand wegschneidet, hilft nur dessen Einstellung. Unsere Messung sagt, dass wir das Problem nicht zusätzlich verursachen, nicht dass es keines mehr gäbe. Zweitens: Der Vollbildknopf erscheint erst ab der Lobby, und in genau diesem sichtbaren Zustand haben wir ihn am Livesystem noch nicht formal abgenommen.
Was es kostet
Wir schreiben die Preise vollständig hin, weil „Preis auf Anfrage“ an Schulen ohnehin nur eine Verzögerung ist.
Basis: kostenlos, dauerhaft, quelloffen
Der vollständige Kreislauf aus Erstellen, Live-Spielen und Auswerten: sechs Fragetypen, Beitrittscode und QR, Podium, Reconnect, Vollbild, der komplette Kahoot-Import, Sessionbericht und CSV-Export, Moodle-Integration. Kein Wasserzeichen, kein Ablaufdatum, keine Online-Aktivierung. Lizenzseitig gibt es weder eine Teilnehmer- noch eine Fragenbegrenzung — was Ihre Instanz gleichzeitig trägt, ist eine Frage Ihrer Hardware, und dafür haben wir, wie oben gesagt, keine Messwerte.
Schulpaket: 499 € im Jahr für die gesamte Schule
Der Betrag versteht sich inklusive 19 % Umsatzsteuer und gilt für die ganze Instanz — nicht pro Lehrkraft, nicht pro Klasse, nicht pro Kurs. Insgesamt gibt es sechs Zusatzpakete; fünf davon sind im Schulpaket enthalten: Fragetypen Plus, Spielmodi & Motivation, Selbstlernen & Üben, Berichte Pro und der Bühnen-Check — Vortragstraining mit Rückmeldung zur Körpersprache, die vollständig im Browser des Geräts gerechnet wird, das Kamerabild verlässt das Gerät nicht. Dazu Updates und Support. Das sechste Zusatzpaket, die KI-Werkstatt, ist nicht enthalten; sie gehört zum KI-Paket. Bestellbar über die Bestellstrecke im Shop. Die Brutto-Ausweisung ist Absicht: Schulen sind meist nicht vorsteuerabzugsberechtigt — 499 € ist der Betrag, der auf der Rechnung steht.
KI-Paket: 590 € im Monat, mit Server — und mit externer Verarbeitung
Für Schulen, die KI-Funktionen möchten, gibt es das KI-Paket: 590 € im Monat oder 5.900 € im Jahr, dazu einmalig 490 € Einrichtung. Enthalten sind das Zusatzpaket KI-Werkstatt — aus einem Thema oder aus einer hochgeladenen PDF- beziehungsweise PPTX-Datei einen Quizentwurf erzeugen, dazu ein Vorlesemodus — und der Server, auf dem die Modelle laufen: ein von uns eingerichteter, betriebener und aktualisierter Rechner mit dedizierter GPU.
Der gemanagte KI-Server ist Teil des Pakets und der Grund, warum die Funktionen zuverlässig, schnell und DSGVO-konform laufen: dedizierte Hardware in Deutschland, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, keine Weitergabe an Dritte, keine Trainingsnutzung von Schülerdaten. Wer bereits eigene KI-Infrastruktur betreibt, kann stattdessen Moodles bordeigene KI-Einstellungen nutzen — der offene Standardweg, ohne unsere Warteschlangensteuerung und ohne unseren Support.
Dieses Paket läuft bewusst nicht über die Selbstbedienung, sondern über ein Gespräch: Es gehört Hardware dazu, deren Verfügbarkeit wir nicht zusagen können, ohne vorher nachgesehen zu haben. Hintergrund zu Servern und Modellwahl: EdTech Hosting: Ein Schulserver als Ökosystem und KI in Moodle: selbstgehostete KI auf dem Schulserver.
Was passiert, wenn Sie nicht verlängern
- Die Basis läuft vollständig weiter. Nichts schaltet sich ab.
- Vorhandene Premium-Inhalte bleiben nutzbar — spielbar, sichtbar und exportierbar. Ihre Puzzle-, Skala- und Pin-Fragen verschwinden nicht.
- Gesperrt ist ausschließlich das Anlegen neuer Premium-Inhalte.
Wir nennen das intern den Bestandsmodus. Der Gedanke dahinter ist nicht Großzügigkeit, sondern Rechnen: Eine Schule, die sich eingesperrt fühlt, erzählt das zehn anderen — und wir verkaufen an Schulen, die miteinander reden.
Dazu passt die Lizenzprüfung: Die Lizenzdatei ist mit einem Ed25519-Schlüssel signiert und an die Adresse Ihrer Moodle-Instanz gebunden. Das Plugin prüft die Signatur lokal und ruft dafür keinen Server bei uns an — eine Aktivierung, die von einem erreichbaren Herstellerserver abhängt, ist genau an dem Tag kaputt, an dem der Schulfilter zu streng steht.
Release Candidate — und was das konkret bedeutet
Der aktuelle Stand ist Version 1.2.0-rc.2 (interne Versionsnummer 2026080302). Das „rc“ steht für Release Candidate, und wir schreiben es hin, statt es zu verstecken. Es bedeutet: Der Funktionsumfang steht, das Plugin ist im Unterricht an unserer eigenen Schule im Einsatz, die Abnahmen sind gelaufen — aber es ist noch keine finale 1.0, und es gibt Dinge, die wir nicht geprüft haben. Die gehören auf den Tisch, bevor Sie installieren:
- Noch nicht im Moodle-Plugin-Directory. Die Einreichung steht aus; Bezug derzeit über den Download auf panomity.de oder über das öffentliche Repository. Ein Datum nennen wir erst, wenn wir eines halten können.
- Keine Nutzerzahlen, keine Referenzen außer der eigenen Schule. Quizgeist läuft an der Montessori-Fachoberschule München. Das ist unsere einzige belastbare Referenz. Wir haben keine Auszeichnungen, keine Pressestimmen und keine Zahl installierter Instanzen, die wir zeigen könnten.
- Kein manueller Screenreader-Test. Barrierefreiheit ist Projektstandard und wird gegen automatisierte Prüfungen sauber gehalten. Das ist der Boden, nicht die Decke.
- Der Lasttest lief über den Abrufzyklus, nicht über den Socket. 27 Geräte gleichzeitig, 21 ms Serverantwort im Median, keine Fehler. Die entsprechende Messung über WebSockets steht noch aus; wir erwarten weniger Grundlast, gemessen haben wir es nicht.
Fünf Punkte, die in der ersten Fassung dieses Beitrags noch als offene Lücken standen, sind inzwischen erledigt — und weil wir sie damals benannt haben, benennen wir auch ihre Erledigung: Apple-Geräte sind geprüft (iPhone, iPad und macOS, dazu Chrome, Firefox und Safari). Der Lasttest ist gelaufen: 27 gleichzeitige Spielende, 21 ms Serverantwort im Median, null Fehler. Der Vollbildmodus ist abgenommen, für die Moderation wie für die Spielenden. Der Lizenzserver läuft, Lizenzen werden nicht mehr von Hand ausgestellt. Und das Basisplugin liegt öffentlich auf GitHub, samt Issue-Tracker: github.com/atxcowboy/moodle-mod_quizgeist.
Die verbleibende Liste kostet uns vermutlich ein paar Verkäufe. Sie erspart uns dafür den Supportfall, bei dem jemand sich auf ein Versprechen verlassen hat, das wir nie geprüft haben — und diesen Tausch machen wir bewusst.
Was dagegen zur Abnahme gehört und nicht auf die Wunschliste: Barrierefreiheit ist Projektstandard, die Oberflächen werden gegen automatisierte Prüfungen sauber gehalten. Das ersetzt keinen manuellen Screenreader-Test — es ist der Boden, nicht die Decke. Die Oberfläche ist durchgehend deutsch und keine durchgereichte Übersetzung.
Wer das gebaut hat — und warum das relevant ist
Quizgeist entsteht bei Panomity. Der Geschäftsführer unterrichtet an der Montessori-Fachoberschule München und ist dort zugleich KI-Beauftragter der Schule. Diese Doppelrolle sagen wir offen dazu, weil sie in beide Richtungen wirkt: Sie erklärt, warum ein Live-Quiz mit Denk-Moment und teaminterner Rangliste ausgeliefert wird statt mit der lautesten Bestenliste — und sie ist zugleich ein Eigeninteresse, das Sie beim Lesen kennen sollten. Die Schule ist Referenz und Auftraggeberin in einem; das macht die Erfahrung echt und die Referenz schwach.
Praktisch heißt das: Jede Funktion war zuerst ein Problem in einer echten Doppelstunde. Der Reconnect, weil Schul-WLAN abreißt. Die Seitenverhältnis-Messung, weil ein Beamer die Antwortbuttons abgeschnitten hat. Der Import auf Aktivitätsebene, weil vierzig Quizsets in einem Topf niemandem helfen. Was daraus entstanden ist, ist keine Roadmap aus einem Workshop, sondern eine abgearbeitete Liste von Ärgernissen.
Loslegen
Der ehrlichste Test ist der eigene: Basis herunterladen, in einem Testkurs installieren, einen bestehenden Kahoot-Export importieren. Wenn Ihre Fragen samt Bildern als eigene Aktivität im Kurs stehen und das erste Spiel läuft, wissen Sie mehr über Quizgeist als jeder Blogbeitrag — auch dieser.
- Basis herunterladen (kostenlos, GPL v3): mod_quizgeist-aktuell.zip — Version 1.2.0-rc.2, benötigt Moodle 5.2 oder neuer
- Quelltext, Releases und Fehlermeldungen: github.com/atxcowboy/moodle-mod_quizgeist
- Alle Funktionen im Überblick: panomity.de/software/quizgeist — englischsprachig unter panomity.com/software/quizgeist
- Schulpaket für 499 € im Jahr bestellen: support.panomity.com/cart/quizgeist
- KI-Paket: nicht über die Selbstbedienung — sprechen Sie uns an, wir klären Serverbedarf, Datenschutzunterlagen und Zeitplan gemeinsam.
Und wenn Sie es einsetzen: Schreiben Sie uns, was passiert. Fehler und Wünsche gehören ab sofort in den öffentlichen Issue-Tracker — dort können Sie auch mitlesen, was andere melden und was wir daraus machen.

0 Kommentare